Inklusion neu denken
Legasthenie und Dyskalkulie quo vadis?
Mehr Rechtssicherheit für Betroffene
Was geschieht, wenn wissenschaftlicher Fortschritt
auf Strukturen trifft, die Unterstützung noch immer
an Zuständigkeiten, Kategorien und rechtliche Voraussetzungen binden? Zum neuen Buch:
*Bei jeder Bestellung über neurohelden liegt eine kleine Überraschung bei.
Versand ab Anfang September.
Inklusion neu denken versammelt wissenschaftliche, medizinische, pädagogische, rechtliche und persön-
liche Perspektiven auf Legasthenie und Dyskalkulie –
und führt damit mitten hinein in eine Frage,
die weit über einzelne Diagnosen hinausreicht:
Wie können wir Schutz, Teilhabe und Entwicklung gemeinsam denken, wenn menschliches Werden zugleich biologisch individuell, plastisch und kontextabhängig ist?
Der interdisziplinäre Sammelband beleuchtet aktuelle Forschungsstände, unterschiedliche Erklärungs-
und Unterstützungsansätze sowie biografische Innen-perspektiven und stellt einen konkreten Vorschlag
für eine veränderte rechtliche Einordnung zur Diskussion.
22,00 € zzgl. Versand
Für wen ist das Buch?
Für Eltern & Betroffene: die Erfahrungen einordnen, unterschiedliche Perspektiven kennenlernen und die Strukturen hinter Diagnostik, Förderung und Teilhabe besser verstehen möchten.
Für Pädagog:innen, Therapeut:innen & psycho-
soziale Fachkräfte: die Legasthenie und Dyskalkulie
über sichtbare schulische Leistungen hinaus betrachten und wissenschaftliche, praktische und biografische Perspektiven miteinander verbinden möchten.
Für Wissenschaft & Hochschulen: die sich mit Lernen, Neurodivergenz, Inklusion, Diagnostik und interdisziplinären Fragestellungen beschäftigen.
Für Politik, Verwaltung & Entscheidungsträger:innen:
die sich mit Rechtssicherheit, Nachteilsausgleich, Bildungszugängen und der zukünftigen Gestaltung
von Unterstützungsstrukturen auseinandersetzen.

Versteckt im Zahlenschatten: Neuroplastizität statt Patholgie
Eine betroffene Stimme über verdeckte Dyskalkulie, neuronale Reifung
und systemische Verantwortung.
Was wäre, wenn eine Lernbiografie mehr erzählt als ihre sichtbaren Leistungen? neurohelden Gründerin Theresa Glöde verbindet in ihrem Beitrag die Innenperspektive einer lange verdeckten Dyskalkulie mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Neuroplastizität, Regulation, Kompensation, neuronaler Reifung und den körperbasierten Grundlagen numerischen Verstehens.
Im Mittelpunkt steht eine Perspektivverschiebung:
Vom einzelnen Symptom zu den Bedingungen, unter denen Entwicklung, Reifung und Integration stattfinden.
Denn Lernen entsteht im Wechselverhältnis von Neurobiologie, Beziehung, Erfahrung und Umwelt.

Herausgegeben von Dr. Ralph Meyers
1. Auflage 2026
Verlag für Sozialpsychiatrie – VFS
Erscheinung: 24. August 2026
Co-Autoren: Dr. E. Ademolu, Prof. Dr. A. Frohnen,
T. Glöde, W. Lush, K. L., L. Pointner, Prof. Dr. E. F. Toro,
O. Schikora, T. Weidauer

Ein Buch zwischen Wissenschaft, Erfahrung und gesellschaftlicher Verantwortung
Das Buch bringt unterschiedliche fachliche Zugänge ebenso zusammen wie die Erfahrungen von Menschen, die Legasthenie oder Dyskalkulie aus ihrer eigenen Biografie kennen. Vertreten sind unter anderem Perspektiven aus Erwachsenenpsychiatrie, Kinder-
und Jugendpsychiatrie, Soziologie, Rechtswissenschaften, Pädagogik, Ergotherapie und Lerntherapie sowie Innenperspektiven Betroffener und Angehöriger.
Was das Buch besonders macht?
Ein wesentlicher Schwerpunkt des Sammelbandes liegt auf der Frage nach den rechtlichen Rahmenbedingungen für Menschen mit Legasthenie und Dyskalkulie. Hierbei werden bestehende Unsicherheiten rund um Unterstüt-zung und Nachteilsausgleich aufgegriffen und insbeson-dere die Situation bei Dyskalkulie diskutiert.
Mit dem Gesetz zur Förderung der neurokognitiven Ent-wicklungsverarbeitung (NeuroEVG) stellt der Sammel-band einen konkreten Reformvorschlag zur Diskussion.
Der Entwurf schlägt vor, Legasthenie und Dyskalkulie rechtlich als neurologisch bedingte Entwicklungs-störungen der Wahrnehmungs- und Verarbeitungs-prozesse einzuordnen und Unterstützungsleistungen stärker medizinisch und rehabilitativ zu verankern.
Vorgesehen sind unter anderem frühzeitige Screenings, umfassendere Diagnostik, bedarfsorientierte thera-peutische Unterstützung sowie verbindlichere Nachteils-ausgleiche in Schule, Hochschule und Arbeitswelt.
Und, ganz genau hier beginnt die eigentliche Debatte.
Denn eine veränderte rechtliche Kategorie löst die grund- legenden Spannungsfelder von Inklusion keineswegs unmittelbar auf. Der Sammelband selbst nimmt auch kritische Perspektiven auf: Eine stärkere Verankerung
im Gesundheitssystem könnte Zuständigkeiten und Zugänge verändern, zugleich stellt sich die Frage,
welche Bedeutung der menschenrechtliche Teilhabe- und Schutzgedanke des Behindertenrechts weiterhin haben muss.
Die Frage erhält Raum: Wie gestalten wir Strukturen,
die Schutz gewährleisten, Teilhabe sichern und zugleich offen für menschliche Entwicklung bleiben?
Möchtest Du ins Buch hineinlesen?
Die Leseprobe erlaubt Dir einen ersten Einblick in den Beitrag von neurohelden Gründerin Theresa Glöde: Versteckt im Zahlenschatten: Neuroplastizität statt Pathologie. Hier herunterladen:

Vom Lesen ins Gespräch?
Die Fragen, die dieses Buch aufwirft, finden bei neurohelden ihre Fortsetzung.
Als Gründerin bringt Theresa Glöde sie in Schulen, Hochschulen, Bildungseinrichtungen, Fachtagungen, therapeutische Kontexte
und Organisationen – um fachlichen Austausch anzustoßen,
neue Perspektiven zu eröffnen und gemeinsam weiterzudenken,
wie neuroinklusive Bildungsbedingungen künftig gestaltet werden können.
Mögliche Formate:
Lesung & Autorinnengespräch zu: Versteckt im Zahlenschatten:
Neuroplastizität statt Pathologie
Neurodivergenz im Klassenzimmer: ADHS, Legasthenie und Dyskalkulie im Kontext von Lernen, Regulation und Entwicklungsbedingungen
Von Anpassung zu Passung: Warum Neuroinklusion
eine lernökologische Perspektive braucht
Entwicklung benötigt Bedingungen: Neuroplastizität,
Lernen und Co- & Selbstregulation zusammendenken
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